Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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nach ſich gezogen hätte) als auch, um bei einem etwai⸗ gen Angriffe von Außen die Beſatzung deſſelben abzuhalten, den Kurfürſtlichen Vorſchub zu leiſten. Die Bürger ſchickte er jetzt bis auf wenige Mann fort, ließ auch dieſe bis zum Ende der Straße zurückgehen und begehrte unter Nennung ſeines Namens von dem Reiſigen, der innerhalb des Ein⸗ ganges auf dem Hofe Wache hielt, daß man ihn einlaſſe und den Befehlshaber rufe. Dieſer hatte ſein Begehr ſchon von einem Fenſter aus vernommen, und da er zugleich ge⸗ ſehen, daß der Stadthauptmann nur allein war, ſo ließ er ihm öffnen. Stroband ſetzte ihn von der Lage der Sachen in Kenntniß und erſuchte ihn zugleich, von dem Pöbelauf⸗ tritt vor dem Hohen Hauſe, an dem die Bürger keine Schuld trugen, gegen den Kurfürſten zu ſchweigen, da ſonſt den bei⸗ den Städten, und insbeſondere den unſchuldigen Bügern, üble Folgen aus dem Vorgang erwachſen könnten. Der kurfürſtliche Befehlshaber, deſſen Namen nicht angegeben wer⸗ den kann, war großmüthig genug, das erbetene Verſprechen zu geben und hat es auch gehalten.

Noch einmal machte Stroband jetzt die Runde an alle Thore, um ſich von der pünktlichen Erfüllung ſeiner Anord⸗ nungen zu überzeugen, und begab ſich erſt um Mitternacht nach ſeinem Hauſe, wo er ſich nur der ſchweren Rüſtung entledigte und ſich dann, völlig angekleidet, auf ſein Lager warf, um die bei ſeinem Alter nöthige Ruhe zu genießen, dabei aber doch für jeden Fall ſchnell in Bereitſchaft ſein zu können.

Unterdeſſen hatte der Pöbel die Plünderung des Boy⸗ tin'ſchen Hauſes auf dem Hundemarkt(Petri⸗Platz) begon⸗ nen. Die heimlichen Anhänger, die der Geheime Rath in

*) Selbſt verfolgte Verbrecher fanden hier unter gewiſſen Bedin⸗ gungen eine einſtweilige Freiſtatt, bis ein ordentlicher gerichtlicher Pro⸗ zeß gegen ſie eingeleitet war.