AARRARò
auch die hohenzolleriſchen Farben auf der Feldbinde. Der
Syndikus hat einen guten Fang gemacht, denn der Gefan⸗ gene muß ein Anführer oder Ritter ſein! Aber ihn ſelbſt ſehe ich nicht an der Spitze der Schaar!
— Die Leute würden doch nicht wagen, luſtige Sie⸗ gesfanfaren zu blaſen, wenn ihm ein Unglück geſchehen wäre! ſagte Rycke, um ſeine eigenen Beſorgniſſe zu zerſtreuen.
Noch wenige Minuten vergingen und die Zuruckkehren⸗ den erreichten die Zugbrücke und gaben das Loſungswort.
— Iſt der Syndikus nicht mit Euch? fragten die Bei⸗ den auf der Thorwache faſt zugleich.
— Herr Reinhold befindet ſich wohlbehalten bei den Kurfürſtlichen! war die Antwort.
— Doch nicht als Gefangener? rief Stroband.
— Wie man's nehmen will, erwiederte ein Bürger. Er dient freiwillig den Kurfürſtlichen als Geißel; doch ha⸗ ben wir dagegen einen Anführer als Bürgen für ſeine und unſere Sicherheit mitgebracht.
Inzwiſchen war die Zugbrücke niedergelaſſen und das Thor geöffnet worden. Die Schaar zog in die Stadt. Rycke und Stroband eilten hinab. Einer von den Bürgern er⸗ ſtattete mit lauter Stimme vor der verſammelten Menge Bericht.
— Wäre es nicht Georg von Waldenfels, der ſein Ritterwort gegeben, ſo würde ich ſchier glauben, dies alles ſei nur eine Finte, um uns ſicher zu machen und unſere Wachſamkeit einzuſchläfern, ſprach Stroband. Wer ſeid Ihr? wandte er ſich dann an den kurfürſtlichen Anführer.
— Mein Name iſt Otto von Strelow, gab dieſer zur Antwort; ich führe ein Fähnlein kurfürſtlicher Reiſigen zu Roß. Auch ich gebe, wie ſchon meine Perſon, auch noch mein Wort als Edler zum Pfande, daß weder ich, noch die
anderen Unteranführer von einem Angriff gegen die beiden Staͤdte etwas gewußt haben!
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