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konnten, daß für jetzt wenigſtens eine Gefahr nicht vorhan⸗ den ſei.
Während Ottokar mit dem Rottmeiſter durch das Lager ſchritt, ſah er, daß man in der Stadt die Anzahl der kur⸗ fürſtlichen Reiſigen bedeutend überſchätzt habe; ſtatt ihrer Tauſend waren es kaum Vierhundert.
In der Mitte des Lagers war das Zelt des Befehls⸗ habers aufgeſchlagen. Der Ritter trat Ottokar im Eingange deſſelben entgegen.
— Sieh da, Herr Syndikus! rief er. Gut, daß Ihr ſelber kommt, denn Ihr werdet die Sache am beſten machen können. Aber ſprecht, es hat wohl Eile? Werde gleich auf⸗ ſitzen laſſen.
Er winkte einem in ſeiner Nähe befindlichen Trompeter und ſogleich gab dieſer das Zeichen. Die Reiſigen verließen die Feuer und ſtürzten zu ihren Pferden.
Ottokar wußte nicht, was er von der Sache halten ſollte; doch nahm er ſich vor, nicht voreilig zu handeln, ſon⸗ dern ſich erſt Gewißheit über das, was man vorhabe, zu verſchaffen.
— Nun ſagt, Herr Syndikus, wie ſteht es in den bei⸗ den Städten? wandte ſich der Ritter wieder zu Ottokar. Die Sturmglocken hörte ich ſchon Vormittags ertönen, doch ſchien mir's, als ſei es drinnen wieder ruhig geworden. Schicken Euch die Bürger, oder kommt Ihr aus eigenem Antriebe?
— Bevor ich Euch dieſe Frage beantworte, Herr Ritter, entgegnete Ottokar, wollet Ihr mir erſt ſagen, welche Abſich⸗ ten Ihr in Betreff der beiden Städte heget.
— Ha, ha, ha! Auch bei Euch das gewöhnliche Miß⸗ trauen der Spießbürger? lachte Waldenfels. Nun, ich kann Euch verſichern, daß wir, nachdem wir den Bürgern gegen den Rath zu ihrem Rechte verholfen, wieder dahin ziehen, wo wir hergekommen ſind.


