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nichts weiter, als ein ſchwaches Werkzeug. Betet für Euch und ſie, wie ich es thun werde!
Er ſchlug langſamen Schrittes den Weg nach dem Kloſter ein, welches auf der Weſtſeite des heutigen Schloß⸗ platzes gelegen war.
Kaum graute der Morgen des folgenden Tages, ſo ſchwang ſich Balzer auf ein Roß und jagte ohne Beglei⸗ tung hinaus nach ſeinem Landhauſe zu Britz, welches jetzt nur von einem alten Diener bewohnt und bewacht ward. Gegen Mittag war er wieder zurück und ließ Klara unter ſeiner Leitung hinausbringen. Er und ſeine Gattin zogen ebenfalls hinaus, und als am Abend auch Pignetti erſchien, war Alles ſo eingerichtet, wie dieſer es befohlen.
So war es zugegangen, daß Herr Balzer Boytin wäh⸗ rend des ſtrengſten Winters ſein luftiges Landhaus am See bewohnte.
Es konnte nicht fehlen, daß dieſer ſonderbare Umzug und deſſen noch ſonderbarere Veranlaſſung bald in den bei⸗ den Städten) bekannt wurde. Alle Vornehme und Alles, was irgend Anſpruch darauf machen konnte, mit den Ge⸗ ſchlechtern der Rycke's und Boytins bekannt oder verwandt zu ſein, eilten hinaus, unter dem Vorwande, ihre Theilnahme an der Kranken zu bezeigen, in der That aber nur, um Ge⸗ legenheit zu haben, den berühmten Wundermann zu ſehen. Am häufigſten aber erſchien der Bürgermeiſter Herr Berend Rycke, dem als Klara's Vormund dieſes Recht nicht ſtreitig gemacht werden konnte, ſo gern Balzer dies auch gethan hätte, denn ihm entging nicht, daß der Doktor Pignetti, der gegen Jedermann ſonſt ſo ſchweigſame und verſchloſſene Mann, ſich öfter in ein vertrautes Zwiegeſpräch mit jenem einließ.
So war der Sommerſitz zu Britz ſtets angefüllt von
*) Die„beiden Städte“ war der Geſammtname für Berlin und Kölln an der Spree.


