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das Geleit zu geben, während ſeine Gattin bei der Kranken zurückblieb. Im Vorſaal angelangt, gab er dem harrenden Diener ein Zeichen, ſich zu entfernen.
— Verzeiht eine Frage, hochwürdiger Herr, wandte er ſich jetzt mit unſicherer Stimme zu Pignetti, der auch im Kloſter mit jenem Titel angeredet ward, obgleich er keine geiſtliche Würde bekleidete, verzeiht mir die Frage: Seid Ihr allwiſſend?
— Allwiſſend iſt nur Gott! lautete die Antwort.
— Wollt Ihr mir ſagen, woher Ihr eine ſo genaue Kenntniß von den beiden Gemächern habt, von denen Ihr ſprachet?
— Nein, ich will es nicht ſagen! Pignetti ſchritt auf die Thür zu.
— Um Gottes willen, an den Ihr glaubt, antwortet mir nur noch einmal: Wißt Ihr, was das letztere Gemach jetzt enthält, welches Ihr bewohnen wollt?
— Nein, ich weiß nur, daß es ſo beſchaffen iſt, wie ich geſagt, antwortete Pignetti mit der einfachen Ruhe der Wahrheit.
Balzer athmete tief auf.
— Ihr werdet morgen alles bereit finden, hochwürdi⸗ ger Herr! ſprach er, ihm höflich voranleuchtend.
— Ich weiß es!
Der Kaufherr blickte mit einer ſchnellen Bewegung in das Geſicht des Doktors; dieſer hatte jedoch, wie gewöhn⸗ lich, die Augen halb geſchloſſen, und keine Miene verrieth die mindeſte Abſichtlichkeit in ſeinem Benehmen.
Unten an der Hausthür wagte es Balzer noch einmal, den ſeltſamen Mann anzureden:
— Gewiß werdet Ihr das arme Kind—
Pignetti unterbrach ſeine Worte.
— Leben und Geſundheit der Tochter Eurer Gattin ruhen in Gottes Hand, ſprach er mit tiefem Ernſt; ich bin


