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Ungefähr eine Viertelſtunde verharrte Pignetti bei ſei⸗ nem ſeltſamen Verfahren; dann legte er ſeine linke Hand auf die Stirn der Kranken, deren Bruſt ſich ein tiefer Seuf⸗ zer entrang.
— Schließe die Augen wieder und ſchlafe! ſprach er dabei.
Nach wenigen Sekunden ſchon war ſein Wille erfüllt.
Pignetti wandte ſich jetzt zu Balzer.
— In Eurem Hauſe zu Britz iſt im obern Stockwerk ein Gemach, deſſen Wände Ihr im Anfall einer gewiſſen Laune mit ſchwarzem Tuch ausſchlagen ließet, ſagte er. Morgen, gegen Mittag, muß die Kranke ſorglich in warme Decken gehüllt und in einer wohlverſchloſſenen Sänfte hin⸗ ausgetragen werden. Dies Gemach ſoll ſie fortan auf⸗ nehmen.
— Höre ich recht— das kranke Kind? ſtammelte Bal⸗ zer, beſtuͤrzt ſowohl über die ſeltſame Verordnung des Arztes, als auch über die genaue Kunde, welche dieſer von ſeinem Hauſe zu Britz beſaß; außer ihm ſelbſt hatte Niemand, ſelbſt ſeine Gattin nicht, Kenntniß von dem für beſondere Zwecke eingerichteten Gemach, denn er hatte es durch fremde Hand⸗ werker einrichten laſſen und trug den Schlüſſel dazu beſtän⸗ dig bei ſich.
— Neben dieſem Gemach und durch eine faſt unſicht⸗ bare Tapetenthür mit ihm verbunden, iſt ein anderes, wel⸗ ches durch kein Fenſter erhellt wird und das man von außen nicht gewahren kann, fuhr Pignetti ruhig fort. Dies letztere Gemach ſoll mir zur Wohnung während der Krankheit des Maͤdchens dienen, und Ihr werdet daher Alles hinausſchaf⸗ fen, was dies Zimmer enthält, mit Ausnahme der ſilbernen Ampel, welche das Gemach erhellt. Morgen Abend zur ſel⸗ ben Stunde bin ich draußen.
Nach dieſen Worten wendete er ſich zum Gehen. Blaß und heftig erregt nahm Balzer einen Armleuchter, um ihm
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