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— Du haſt Recht, ich darf nicht ſäumen!
Damit ſchwang ſich der junge Mann wieder auf's Roß und jagte dem Dorfe zu.
Traurigen Blickes ſah ihm Andreas nach.
— Mein armer Herrl ſeufzte er. So nahe ſchon dem heißerſehnten Glücke, das ihm im Beſitze des geliebten, guten Mädchens werden ſollte, ſieht er ploͤtzlich all' die ſchönen Hoffnungen vernichtet, deren Erfüllung ihm in wenigen Wochen bevorſtand! Gott gebe nur, daß er dies harte Ge⸗ ſchick auch fürder ſo mächtig trage, wie bis zu dieſem Augen⸗ blick; aber ich fürchte, daß nur die leiſe Hoffnung auf ein Wunder des Himmels an der Kranken ihm dieſe Stärke giebt, und daß mit dem Schwinden dieſer Hoffnung der Schmerz und die Verzweiflung um ſo größere Gewalt über ihn erlangen werde. Nun, dann werde ich ihm dienen, wie ich einſt dem Vater diente, ſo lange dieſe alten Knochen noch nicht ganz morſch ſind.
Er nahm dem gefallenen Pferde das Reitzeug und den Mantelſack ab.
— Fahre wohl, du treues Thier, ſprach er, fahre wohl! Ich darf nicht länger bei dir bleiben, denn ſo wie du, muß auch ich ihm treulich dienen, wie ich einſt ſeinem Vater ge⸗ lobte, und gerade jetzt wird er meiner Dienſte am meiſten bedürfen.
So ſchnell es ſeine Kräfte geſtatteten, eilte auch er jetzt dem Dorfe zu.
— Ich muß meine Zunge mehr hüten, daß ſie nicht wieder vorlaut wird, wie vorhin, ſprach er beim Gehen. Er würde mir doch nicht glauben, wenn ich ihm meinen Arg⸗ wohn mittheilte, und ein unbedachtes Wort von ihm könnte leicht ſeinen Feinden verrathen, daß ich ihre Abſichten durch⸗ ſchaut. Sie würden mich bald aus dem Wege ſchaffen, und dann wäre er mit ſeinem Herzen, dem jedes Mißtrauen fremd iſt, ein leichter Spielball in ihren Händen. Nein, nein, ihr


