Teil eines Werkes 
1. Bd. (1858)
Entstehung
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eine etwas ſchnelle Reiſe nach Frankfurt hin und wieder zuruͤck.

Ich werde Dir immer dankbar ſein ob dieſes treuen Botendienſtes, entgegnete der junge Mann mit Wärme. Ha, ich glaube, ich hätte den Schlag nicht ertragen, wenn ich fern von ihr die plötzliche Trauerbotſchaft empfangen, wenn ſie dahingeſchieden wäre, ohne daß ich ſie noch einmal ge⸗ ſehen und geſprochen hätte! Will der unerbittliche Tod die Geliebte durchaus von hinnen nehmen, ſo wird es mir we⸗ nigſtens ein kleiner Troſt ſein, wenn ſie in meinen Armen und an meiner Bruſt ihre letzten Seufzer aushaucht.

Hättet Ihr nie dieſe Reiſe angetreten, wie ich's Euch gerathen, ſeufzte der alte Diener; es wäre wahrlich nicht ſo weit gekommen.

Ich konnte ohne Verletzung meiner Pflicht die Reiſe nach der freien Stadt Frankfurt an der Oder nicht unter⸗ laſſen, erwiederte der junge Mann düſteren Tones. Und meinſt Du, meine Gegenwart würde Krankheit und Tod ver⸗ ſcheucht haben?

Vielleicht doch nein, nein! O eilt, lieber Herr, eilt, damit Euch nicht der letzte und einzige Troſt noch ſchwinde, damit Ihr,ſie noch lebend antrefft.

Was wollteſt Du zuerſt ſagen, Andreas? fragte der junge Mann. Haſt Du etwas auf dem Herzen und ſprichſt Du es nicht aus vor mir, den es doch wahrſchein⸗ lich angeht? b

Es war nichts, Herr, durchaus nichts! entgegnete Andreas. Der Sturz mit dem Pferde hat meinen alten Schädel etwas hart getroffen, daß ich dummes Zeug ſprach oder ſprechen wollte, von dem ich jetzt nichts mehr weiß. Aber ich bitte Euch, lieber Herr, beraubt Euch nicht länger um meinetwillen der koſtbaren Zeit; eilt, daß Ihr hinüber⸗ kommt nach dem Dorfe, ehe es für Euch zu ſpät iſt. Ich komme ſchon noch nach. 3