Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Der gute Troſt. 313 aber wenig davon genießen, denn ich wurde ernſtlich krank und bekam Fieber und furchtbare Stiche in der Bruſt, ſo daß ich mich nicht ohne die ſchrecklichſten Schmerzen bewegen konnte. Beunruhigend war es inſofern, da noch fünf Ma⸗ troſen ſich ebenfalls hinlegten, und ihre Krankheit einen ganz ſonderbaren Charakter annahm.

Wie ich eines Abends, vor den Mondesſtrahlen geſchützt, die in dieſem ſüdlichen Klima gefährlicher als die Sonnen⸗

ſtrahlen ſein ſollen, da lag, hörte ich den Steuermann ſich

mit dem ebenfalls kränkelnden amerikaniſchen Paſſagier unterhalten. Der erſtere bemerkte dabei ganz freundlich, daß, ehe wir aus dem Golf herauskämen, wohl fünf Mann, in Segeltuch eingenäht, über Bord wandern müßten, und mich nannte er mit, unter den Uebrigen. Das war mir aber über den Spaß; allen Mühſeligkeiten und Gefahren des feſten Landes entgangen zu ſein, um auf der Heimfahrt wie ein kranker Hund zu verenden, wäre doch zu bös geweſen, und ich beſchloß, dem alten Grundſatz getreu,was man will, kann man, wieder geſund zu werden.

Von Herrn Beuk, mit dem ich in New⸗Orleans mehre Arten von Liqueuren eingekauft hatte, ließ ich mir einen tüchtigen Arrak reichen, daß ich glaubte glühende Lava ſtröme mir durch die Adern, dann ſchüttete er mir etwas von derſelben Art auf Bruſt und Schulter und rieb es tüchtig ein, und ermattet entſchlief ich in wenigen Minuten. Schon am nächſten Morgen fühlte ich mich leichter und beſſer.

Am 2. Auguſt konnte ich wieder, wenn auch noch etwas matt, umhergehen, fühlte mich aber bedeutend wohler.

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