Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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312 Das Seebad. Schlechte Folgen.

behauptete, dort wenigſtens 10,000 Acker gutes Land zu beſitzen), nebſt einem Lübecker, der in Amerika geheirathet hatte und nun ſeine Frau und zwei Kinder mit hinübernahm, um im Vaterlande wieder ſeinen Wohnſitz aufzuſchlagen.

Am 25. Juli, bei vollkommener Windſtille, ſprang ich über Bord und badete in der kryſtallhellen Fluth. Ein won⸗ nigeres Gefühl läßt ſich aber nicht beſchreiben, als das Schaukeln und Umherwälzen, Untertauchen und Schwimmen in dem warmen Waſſer des Golfes; mir ſcheint es faſt, als ob ein Menſch dort gar nicht untergehen könnte, wenn er auch wirklich Nichts vom Schwimmen verſteht, ſo leicht und korkähnlich trägt das ſalzige Waſſer den Körper. Ich fühlte eine ordentliche Sehnſucht, einſt, nach der Seelenwanderung, ein Delphin zu werden und dann nach dem Golf von Mexiko zu ziehen, um mich dort anzuſiedeln. Neugeſtärkt entſtieg ich endlich der blauen Fluth und legte mich hin, um auszuruhen, da ich furchtbar müde zu werden anfing.

Das Seebad iſt mir übrigens noch nirgends gut bekom⸗ men, und auch am nächſten Tage fühlte ich ein leichtes Un⸗ wohlſein. Schon in New⸗Orleans hatte ich mich die letzte Zeit nicht ganz wohl befunden, aber immer keine Medicin nehmen wollen; jetzt aber glaubte ich es doch gerathen und verſchluckte ein Gläschen voll, in Madeira⸗Wein aufgelöſten

Brechweinſtein, den ich zur Vorſicht mitgenommen hatte. Ich

nahm eine etwas zu ſtarke Doſis, und es wirkte gewaltig, doch befand ich mich nachher etwas beſſer.

Am 28. und 29. Juli fingen wir zwei Haifiſche, die ge⸗ geſſen wurden und ziemlich gutes Fleiſch hatten; ich konnte