Teil eines Werkes 
2. Bd. (1856)
Entstehung
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Der freundliche Wirth. Demokraten. Freiſchulen. 13

eine große Menge von ihnen um, wobei ich alles fertige Schilf zuſammenband und auf einen der höchſten Plätze hin⸗ ſchaffte, es ſpäter mit einem größeren Boote zuſammen ab⸗ zuholen. Abends aber kehrte ich ſtets nach dem rechten Ufern des Fluſſes, zum„Ferry⸗Hotel“ zurück.

So verlebte ich vier ſehr vergnügte Wochen, theils in der Geſellſchaft der Deutſchen, theils mit meiner Arbeit be⸗ ſchäftigt, und ſchaffte dann meine Sachen an Bord des Boo⸗ tes„Independence,“ nach Cineinnati beſtimmt, nahm herz⸗ lichen Abſchied von allen dort gewonnenen Bekannten, beſonders vom Hrn. Rtkn., meinem freundlichen Wirthe, der unter keiner Bedingung für meinen dortigen Aufenthalt Be⸗ zahlung annehmen wollte, fuhr mit ungeheuerer Schnelle den angeſchwollenen Strom hinauf, in den Ohio hinein, und lan⸗ dete am 3. Juli in Louisville, wo ich einen Theil meines Rohres verkaufte und den Reſt nach Cincinnati mitnahm. Schnell brachte ich auch das an den Mann, und war wieder frei, zu thun und zu laſſen, was ich wollte.

Die Demokraten und Whigs lagen ſich um dieſe Zeit ſehr in den Haaren nnd ſchimpften und fluchten auf einander in öffentlichen Blättern, und ſchimpften und ſchlugen auf einander in öffentlichen Häuſern, daß es eine Luſt war. Die Demokraten in Cineinnati aber, und vorzüglich die deutſchen, denn faſt alle Deutſche dort ſind Demokraten, hatten es bei der Regierung des Ohioſtaates durchgeſetzt, Freiſchulen zu be⸗ kommen, in denen engliſch und deutſch gelehrt werden ſollte. Die lieben deutſchen Schullehrer aber, die dort lebten, hielten

zurück und fürchteten ſich vor dem Examen, das ihrer harrte.