Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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306 Preiſe für Nachtquartier.

darauf gefaßt machen, zu bezahlen, was für Abendeſſen, Schlafen und Frühſtück gewöhnlich einen halben Dollar (20 Groſchen) beträgt, da mag dann das Eſſen und Lager ſo gut oder ſo ſchlecht ſein, wie es will, der Preis bleibt ſich faſt immer gleich. Nur bei Strong's mußte ich einen ganzen Dollar bezahlen, was jedoch übertheuert war.

Dort natürlich, wo keine Verbindungsſtraßen durch⸗ gehen, und wo der Landmann auch nicht darauf eingerichtet iſt Fremde zu beherbergen, läßt er ſich das, was er hat, nicht bezahlen. Daher kommt es, daß in ganz Arkanſas, wo faſt gar keine Wirthshäuſer ſind,(kleine Städtchen ausge⸗ nommen) jeder Farmer Reiſende beherbergt. Der Preis, ein Pferd über Nacht zu füttern, richtet ſich aber nach der Ge⸗ gend und nach dem Mais. Im Sumpfe betrug er 50 Cent (½ Dollar), im oiltrove bottom hingegen nur 25, da dort außerordentlich viel Mais gezogen wurde. Im Süden ſteigt er noch höher, im Nordoſten hingegen iſt er bedeutend billiger.

Wie ich beim Eintritt in das Haus gewahrte, waren auch Damen dort, jedoch in einem anderen Theile deſſelben. Ich war in einem Zimmer allein; als es aber an zu dämmern fing, holte ich meine Cither hervor und begann mir ſelber etwas vorzuſpielen.

Ein Negerjunge, den der Klang der Saiten in's Zim⸗ mer gelockt hatte, lief bald wieder hinaus, wahrſcheinlich um ſeiner Miſtreß zu ſagen, was für ein curioſes Inſtrument da drüben in der Stube ſei.

Damen ſind unbeſtritten neugierig, ſo währte es auch gar nicht lange daß ſie mich zu ſich hinüber bitten ließen, und