Nachtquartier. 305
Neue einzuſchlafen; aber der Schwarze war auch jetzt noch nicht zufrieden, o Master! Master! rief er und verdoppelte ſeine Anſtrengung an der Schulter des Alten.„Hell and damnation,“ rief dieſer jetzt aus, why in the name of the devil do you shake me, when I am wide awake*)?“ Der Kleine war, von den drohenden Geſichtszügen des Alten erſchreckt, aufgeſprungen und ſagte zitternd:„I— I— I want that bit Ar) kee
Der Alte auf der Decke aufrecht ſitzend, der Junge den ängſtlichen Trotz in den dunkelen Zügen— die Gruppe war zu komiſch und ich mußte laut lachen; die Beiden vereinigten ſich jedoch ſpäter und ich ſchlief bald darauf ein.
Der nächſte Tag fand mich wieder früh auf dem Marſche, und ich erreichte am 11. Abends das wohnlich ausſehende Farmhaus eines, wie die großen Baumwollen- und Mais⸗ felder zeigten, wohlhabenden Pflanzers, warf, als ich auf meine Frage um Nachtquartier eine freundlich bejahende Ant⸗ wort erhielt, Büchſe und Ranzen in die Ecke und mich ſelbſt auf einen bequemen, weichen Stuhl an's Feuer.
Der Deutſche muß aber ja nicht glauben daß die Frage nach Nachtquartier, die man an den begangenen Straßen Amerikas thun muß, ſich auf irgend etwas Gaſtfreundliches beziehe. Der Fremde, der eine betretene Straße entlang zieht und in einem Hauſe übernachten will, mag ſich ſtets
*) Hölle und Verdamniß! warum, in des Teufels Namen ſchüttelſt
du mich, wenn ich wache. **) Ich— ich— ich möchte das Geld.
. Gerſtäcker, Streif⸗ und Jagdzüge. I. 20


