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296 Winterſchlaf des Bären.
lich guten Thee fertig, wenigſtens etwas Heißes zu haben, mit dem wir das Fleiſch hinunterſpülen konnten.
Nachdem wir uns ſo gelabt und neu geſtärkt, wickelten wir uns in unſere Decken und ſchwatzten noch ein wenig zu⸗ ſammen.
P. erzählte mir auch etwas Näheres über den Winter⸗ ſchlaf der Bären.
Dieſe ſuchen ſich im Herbſt und December einen Baum aus, in dem ſie überwintern wollen, und kratzen und reinigen ihn dann inwendig, ſo gut wie nur irgend möglich. Iſt dietz geſchehen, ſo klettern ſie um Weihnachten und Neujahr, wenn die kalte Jahreszeit beginnt, hinauf und ſteigen, mit dem Hintertheil zuerſt, in ihre neue Wohnung hinab. Bis gegen Ende Februar rühren und regen ſie ſich nun nicht, wenn ſie nicht von einem Jäger durch die äußeren Kennzeichen am Baume aufgefunden und mit der Axt oder durch Feuer aus ihren Winterquartieren vertrieben werden. Mitte März aber, und oft ſchon im Februar, verläßt Braun häufig ſein Lager um Waſſer zu trinken, geht jedoch ſtets wieder zurück, bis das Wetter milder wird und er dann wie gewöhnlich ſeine Nahrung aufſucht. Viele Bären überwintern auch gar nicht in hohlen Bäumen, und beißen ſich nur in den dicken Röh— richten oder Schilfbrüchen eine Maſſe Rohr um, aus dem ſie ſich ein dichtes, feſtes Lager bereiten.
Von dort wo wir lagen, bis zum nächſten Hauſe, hatte ich ungefähr noch 10 Meilen gegen N. O. zu machen und war dann auch durch den ſchlimmſten Sumpf. So zeigte ſich mir denn endlich einmal die Hoffnung wieder auf feſtem Bo⸗
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