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Der Bär wird erlegt.
zwiſchen uns durch, und beinahe wären wir mit unſeren ge⸗ zückten Meſſern gegen einander gerannt. Keiner wußte, daß der Andere geſchoſſen hatte, ſo zu gleicher Zeit waren die Schüſſe gefallen.
Der Bär, aus ſeinem Winterſchlafe eben aufgewacht und ſo gegen alle Geſetze der Höflichkeit behandelt, wußte nicht recht wie ihm geſchah, doch die vom Schuſſe herbeigelockten Hunde nöthigten ihn bald Ferſengeld zu geben. Pearce hatte ſich auf's Pferd geworfen und galopirte der Jagd nach, und ich, die Büchſe zurücklaſſend, folgte mit dem Meſſer in der Hand, ſo ſchnell mich meine Beine tragen wollten. Nur eine kurze Strecke lief das, von unſeren Kugeln ſchwer verwundete Thier und erſtieg, als es fand daß es den näher kommenden Hunden nicht mehr entgehen konnte, einen Baum. Pearce, der die leere Büchſe mit auf's Pferd genommen hatte, ſprang herunter und lud, und ich kam gerade noch zu rechter Zeit, zu ſehen wie der Bär, von einer ſicheren Kugel durchbohrt, hoch aufſprang, ſich wendete, mit beiden Tatzen noch einen Augenblick am Stamme ſich feſthielt und dann mit ſchwerem Falle herunterſtürzte.
Da es ſchon zu ſpät am Tage war noch weiter zu wan⸗ dern, ſchlugen wir da, wo ich meine Büchſe gelaſſen hatte und wo noch einige von P.'s Sachen lagen, fröhlich unſer Lager auf, ſchleppten Holz zum praſſelnden Feuer und be⸗ reiteten ein capitales Abendeſſen. Da P. ſchon mehre Tage im Walde war, ſo hatten wir Morgens ſeinen letzten Kaffee getrunken. Ich riß deshalb eine Saſſafraßwurzel aus, ſchnitt ſie klein, warf ſie in unſere Becher und hatte bald einen ziem⸗


