———
———
—
290 Schneller Entſchluß. Rückkehr aus den Sümpfen.
kann aber auch eine Sache übertreiben. Die faſt undurch⸗ dringlichen Sümpfe mit dem halbgethauten Schneewaſſer und Eis darin, das ſchlechte Wetter, mein langes Alleinſein, der Mangel jeder Bequemlichkeit die der civiliſirte Menſch doch nun einmal zum Leben für nöthig hält, das Alles kam hier, durch den letzten Fieberanfall nur verſtärkt, zuſammen und zum vollen Ausbruch und ich beſchloß nicht allein wieder Menſchen aufzuſuchen ſondern ſogar, ſowie ich nur wieder einen Aufenthalt civiliſirter Weſen erreicht hätte, der Jagd für nun und immer zu entſagen und nie wieder eine Büchſe anzurühren. Am ſchnellſten jetzt vor allen Dingen aus dieſen ſchrecklichen Sümpfen hinauszukommen, und meine guten Vorſätze gleich auszuführen, ſchlug ich eine ganz gerade nord⸗ öſtliche Richtung ein, an den St. Francis river zurückzu⸗ kehren und dort vielleicht in Strong's Postoffice Briefe aus Cincinnati oder vielleicht gar aus der Heimath zu finden. Ich hatte vor nicht gar langer Zeit nach Cincinnati geſchrieben, mir meine Briefe an jenen Platz zu ſchicken.
Ich brach nun in gerader Richtung nach Nordoſten auf und zwar ſo ſchnell, als ich mich nur immer durch alle mir entgegenſtehende Hinderniſſe hindurcharbeiten konnte; aber grundgütiger Gott, was für ein Marſchiren war das? Nur wenig trockene Streifen Landes durchſchnitten den Sumpf von Norden nach Süden, und eine unendliche Waſſerfläche lag zwiſchen dieſen, die gewöhnlich wohl nur 1— 1 ½ Fuß, oft aber auch, wo kleine Abzugscanäle lagen, 3—4 Fuß tief waren; zwei Mal ſogar mußte ich ſchwimmen und das, matt und elend, wie ich es durch die vielen Fieber war, in eis⸗


