Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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288 Die Büffelfährte. Thauwetter.

die eine Strecke am Fluſſe hinuntergegangen war, ſich dann gedreht hatte und nun faſt nördlich wieder hinauf zu ziehen ſchien. Als es dunkelte, zündete ich ein Feuer an und warf mich ermüdet auf eine, vom Schnee ereinigte Stelle. Es war fürchterlich kalt, und die Bolreſſeaten auf eine herz brechende Weiſe, doch kamen ſie nicht in meine Nähe.

Am nächſten Morgen, nachdem ich ein Stück meines Wildprets gebraten hatte, verfolgte ich die Spur auf's Neue, die im Zickzack bald nach dieſer, bald nach jener Himmels⸗ gegend hinlief, und konnte auch an dieſem Tage die Heerde nicht einholen. Doch hatte ich die beſte Hoffnung, da die Zeichen, die ich gegen Abend fand, mich vermuthen ließen, daß ich nur noch wenige Meilen von den Thieren entfernt ſein könnte. Wieder lagerte ich in den Spuren der Büffel und ſchlief, an den Stamm eines umgeſtürzten Baumes ge⸗ drückt, der den Nordwind von mir abhielt, bei einem fla⸗ ckernden Feuer warm und behaglich. Um Mitternacht aber drehte ſich der Wind, der bis jetzt Nordweſt geweſen war, nach Südweſt. Mir war gar nicht wohl dabei, denn das Wetter ſchien ſich zu ändern; dunkele Wolkenmaſſen ballten ſich in Süden zuſammen, die Luft wurde bemerkbar wärmer,

und mir graute vor den Folgen. 1 Am 5. Februar fing es an zu thauen. Zwar wollte ich meinen Plan, die Büffel einzuholen, nicht ſogleich aufgeben, bald aber überzeugten mich mehre angeſtellte Verſuche, daß es vergebens ſei, ihrer Spur länger zu folgen. Regenſchauer folgte auf Regenſchauer; der ganze ſchöne Schnee war in wenig Stundeſſ verſchwunden, und an deſſen Statt lag

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