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286 Das kalte Bad.
verwundeten Thiere Zeit laſſen wollte, krank zu werden, ſetzte ich mich ruhig auf einen alten umgeſtürzten Baum⸗ ſtamm.
Nach einer halben Stunde ungefähr folgte ich der Fährte; der Hirſch hatte aber unglücklicher Weiſe den kleinen Fluß aufgeſucht, um ſeine brennende Wunde zu kühlen, war hin⸗ durchgeſchwommen und lag am anderen Ufer verendet im
ee, den er rund um ſich her roth gefärbt hatte. Wäre ich nicht halb verhungert geweſen, hätte ich nie daran gedacht, mich ins kalte Waſſer zu wagen, aber die Noth überwand jede Bedenklichkeit. Mit einem Endchen Seil, das ich bei mir hatte, befeſtigte ich zwei Stücke faules Holz an einander, da dieſes am beſten auf dem Waſſer ſchwimmt, legte meine Büchſe, Cither, Decke und mein Jagdhemd darauf, that dann noch Pulverhorn, Taſche und das andere Hemd hinzu und ſtieg in das eiskalte Waſſer. Hoſen und Leggins behielt ich an, denn dieſe waren ſchon feucht, da ich am Morgen be⸗ reits mehrere kleine, fließende Waſſer hatte durchwaten müſſen. Als ich erſt einmal im Waſſer ſtand, duckte ich mich ſchnell unter bis an den Kopf, und ſchwamm dann in kurzer Zeit, das kleine Floß vor mir herſtoßend, an das andere Ufer.
Vor Froſt klappernd zündete ich ein Feuer an, was keine geringen Schwierigkeiten hatte, da Alles von Schnee bedeckt war; doch half mir da mein Tomahawk. Ich trocknete mich nun wieder, wobei ich einige Stücke Fleiſch auf die Kohlen legte und ſie noch halb roh verzehrte, meinen wirklich wüthen⸗ den Hunger zu befriedigen.
Das Verfolgen des Wildes und das kalte Bad hatten


