Teil eines Werkes 
1. Bd. (1856)
Entstehung
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284. Overcup⸗Eichen. Die Fährte.

die gute Nachtruhe und die neuerweckte Hoffnung ſehr ge⸗ ſtärkt. Ich verlor daher keinen Augenblick, meinem peinigen⸗ den Hunger abzuhelfen, und zog, unter den ſchwerbeladenen Aeſten der Bäume hinweg, auf's Geradewohl in den Wald hinein. Den Abend vorher hatte ich, dicht an meinem Lager⸗ platze, einenOvercup⸗Eichbaum, der ziemlich ſüße Eicheln trägt, gefunden und mir einige derſelben geſammelt, die ich jetzt mit wahrem Heißhunger verſchlang meinem Magen doch wenigſtens eine kleine Beſchäftigung zu geben.

Die Overcup⸗Eiche wird zu einem ſehr ſtarken Baume, wächſt aber nur in naſſem Boden, hat kleine Blätter und eine Frucht, an der die äußere rauhe Decke, die an unſeren Eicheln blos dicht am Stiele, in Form eines kleinen Taſſen⸗ ſchälchens, den unteren Theil derſelben bedeckt, faſt ganz über ſie weggeht und nur oben an der Spitze eine kleine Oeffnung läßt, wovon ſie auch den Namen hat. Die Eichel iſt faſt ganz rund und genießbar, da ſie einen keineswegs bittern, ſondern ſogar ſüßlichen Geſchmack hat. Sie iſt das Lieblingsfutter des Bären. 3

Noch nicht weit war ich von meinem Lager abgegangen, als ich auf die Fährte eines alten Bockes kam, der hier kurze Zeit vorher durchgegangen war, und ſtill und ſchnell folgte ich ihm in dem, an 6 Zoll tiefen Schnee. Ich fand die Stel⸗ len, wo er ſich mehrmals behaglich niedergethan hatte, doch behielt er im ganzen ſeine Richtung bei, und zwar in ſo ra⸗ ſchem Gang, daß ich wohl an 3 Stunden der von anderen oft gekreuzten Spur gefolgt war, ohne ihn auch nur ein ein⸗ ziges Mal in Sicht zu bekommen. Die Spur ging jetzt in