Der verliebte Capitain. 5
nen⸗ unten? Nichts, als die hübſchen Mädchen, die wir unter un⸗ ſeren Paſſagieren zählten, in Augenſchein nehmen. Deßhalb
tand ſtieg und kletterte er ſehr freundlich von einer zur anderen
wie und verſuchte ſein Beßtes, ſich angenehm zu machen. Wind
ben⸗ und Wetter aber, Ort und Zeit, Alles war gegen ihn, und I
teln, er bekam nur ſchnöde Worte von dem einen und ein Hohn⸗
n ꝛc. lächeln vom anderen Theile der Paſſagiere zum Lohne. Als
kän⸗ er ſah, daß das ſchöne Geſchlecht nichts von ihm wiſſen
inge wollte, machte er ſich an das andere und fing an mit ver⸗
bunt ſchiedenen„Schnapsflaſchen“ zu liebäugeln. Dieſe zeigten ſich
igen ihm denn auch bedeutend günſtiger als die jungen Damen,
dem, denn hie und da wurde eine derſelben von unſerem Kahn⸗
führer entſtöpſelt und genau unterſucht,,
feſt Als es zu dunkeln anfing, mußten wir Anker wer⸗
nur fen, denn wir hatten die aufkommende Fluth jetzt gegen uns.
ihn Der kleine Anker flog über Bord, die Segel fielen nieder
eeine und für die Nacht wenigſtens waren wir in Ruheſtand ver⸗
ann ſetzt.— Ruheſtand, ja; ich ſaß die ganze Nacht hindurch
dem auf der Ecke eines Koffers mit dem Kopfe an eine große
zum Kiſte lehnend, mit deren Vorhängeſchloß ich mir die Schläfe
dete wund ſcheuerte.
der Welch ein Anblick am nächſten Morgen, als die auf⸗
dort gehende Sonne die ſchlafenden und ſchlaftrunkenen Gruppen
vor des engen Zwiſchendecks beleuchtete— es war wirklich um
ufel ſeekrank zu werden, trotz dem ruhigen Waſſer. Das Wetter
oder beſſerte ſich übrigens und unſer Kahn zog langſam den
Strom hinunter. Es mochte acht Uhr ſein, als uns ein kleines Fiſcherboot, ein Schellfiſchfänger, begegnete. Ich


