Teil eines Werkes 
6. Bd. (1855)
Entstehung
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Wagen heran, rief er, ſeine Cigarre wegwerfend,,alſo meine Herren, auf Wiederſehn heute Abend.

Die Kutſchen kamen jetzt, unter dem fröhlichen Hörner⸗ ſchmettern des Poſtillions, um die Gartenwand gefahren, und die erſte hielt vor dem Thor, in die Hopfgarten wieder, als Ehrenpaar den Zug anzuführen, ſeine junge, lächelnde Frau hineinhob, und dann Platz an ihrer Seite nahm. Langſam fuhr dann der Poſtillion voraus, bis ſämmtliche Gäſte ihre Sitze eingenommen hatten, und der ganze Zug unter dem Hurrah⸗ geſchrei der ſämmtlichen Dorfbewohnerſchaft, der ebenfalls für den Abend hier draußen ein Feſt bereitet worden, raſch die Straße nach Heilingen hinabrollte.

Der Wirth hatte ſeineinnigſten Glückwünſche ſämmt⸗ lich angebracht, und ſeine tiefen und freundlichen Bücklinge noch gemacht, bis der letzte Wagen ſchon lange ſein Grundſtück paſſirt war, drehte ſich dann mit demſelben freundlichen Ge⸗ ſicht um, gab einem der in die Lehre genommenen jungen Kell⸗ ner, der mit offenem Maule neben ihm ſtand, eine Ohrfeige, und ſchickte den darüber auf's Aeußerſte Erſtaunten an ſeine Arbeit, und lief ſelber in das Haus zurück, das Wegräumen der nicht getrunkenen Weine zu überwachen.

Nur der Oberkellner blieb, ſich vergnügt die Hände rei⸗ bend, und mit ſchmunzelndem, ein vortreffliches Trinkgeld ver⸗ rathendem Antlitz noch einen Augenblick in der Thüre ſtehn, bis auch die letzte Staubwolke auf der Straße verſchwunden war, und wandte ſich eben, ſeinem Principal zu folgen, als der alte Bettler, der bis dahin vollkommen unbeachtet in der