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„Was wollt Ihr, Kinder?“ ſagte dieſer freundlich, in⸗ dem er von ſeinem Sitze aufſtand und auf ſie zuging.
„Oben am Berge ſpukt's!“ rief aber der Eine von ihnen, in aller Eile und Geſchäftigkeit ganz den ſonſt gewiß nicht ver⸗ ſäumten Gruß vergeßend—„am ſchwarzen Steffen ſeinem Hauſe geht's um!“
„Am Hauſe des ſchwarzen Steffen?“ rief Paſtor Donner, erſtaunt den Platz gerade jetzt, wo ſie ſich ſelber damit be⸗ ſchäftigt, genannt zu hören—„wer hat Euch den Unſinn weiß gemacht?“
„Ne, wahrhaftig,“ rief der Andere betheuernd aus— „Hollebens Lieſe und Gutegrunds Annamarie haben den Geiſt von der„ſtolzen Jule“ geſehn, der oben herumgeflogen iſt.“
Nur mit Mühe bekam der jetzt aufmerkſam werdende Geiſtliche heraus, daß zwei Mädchen aus dem Dorfe oben am Wald auf dem kleinen, dem Haus gerade gegenüber liegenden Hang geweſen waren, Blumen zu ſuchen, und an der, von den Dorfbewohnern ängſtlich gemiedenen Hütte des ſchwarzen Steffen eine Geſtalt geſehen hätten, von der ſie erklärten, daß ſie der Geiſt der„ſtolzen Jule“ ſei. Sie habe keine Ruhe im Grabe, und ginge dort an der Stelle um, wo ſie ein Ver⸗
brechen begangen, für das wir in der ſonſt ſo reichen deutſchen
Sprache nicht einmal einen Namen haben. Die Hütte lag auch noch, gefürchtet und geſcheut, unberührt ſo, wie man die Kinder damals darin gefunden, und nur mit dem Bettzeug und dem beſten Hausgeräth herausgenommen hatte, und die Leute
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