Teil eines Werkes 
6. Bd. (1855)
Entstehung
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Unten am Brief in einer Nachſchrift ſtand:

Ueber den Steffen, der bei uns der ſchwarze Steffen hieß, und von dem ich Euch ſchon früher ſchrieb, wie ich mit ihm zuſammengekommen, habe ich nichts Näheres erfahren können. Auch ſeine Frau, die ſich von ihm getrennt hatte, iſt aus dem kleinen Städtchen, wo ſie die letzte Zeit ſtill und fleißig, und mit keinem Menſchen verkehrend, gearbeitet hatte, ſpurlos verſchwunden; Amerika iſt zu groß, ſolche Leute im Auge be⸗ halten zu können.

Du guter, barmherziger Gott, ſagte die Frau Paſtorin, ſeufzend die Hände faltend,ich begreife, wie ſchlechte Men⸗ ſchen einen Anderen aus Geldgier oder Rache, oder ſonſt in böſer, ſündhafter Leidenſchaft morden können, aber daß Eltern im Stande ſein ſollen, ihre Kinder auf ſolche Art zu ver⸗ laſſen, begreife ich nicht. Das unvernünftige Thier thut das ja nicht, ſorgt für ſeine Jungen, und vertheidigt ſie in Ge⸗ fahr, und der Menſch ſoll ſchlechter ſein, als das Thier?

Für die Kinder war es ein Glück, ſagte der Paſtor, ſeufzend mit dem Kopfe nickendwas hätten ſie von ſolchen Eltern gelernt, wie wären ſie von ihnen erzogen worden, und jetzt ſind ſie bei guten Menſchen untergebracht und verſorgt.

Ein paar Knaben aus dem Dorfe kamen in dieſem Au⸗ genblick athemlos an den Garten gerannt, riſſen die Mützen vom Kopfe, und ſchauten mit den roth erhitzten, dicken, gut⸗ müthigen, jetzt aber jedenfalls durch irgend etwas ſehr erregten Geſichtern durch die Gitterthür hinein, wo der Geiſtliche ſaß.