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in den Spinnſtuben erzählten ſich Abends ſchauerliche Ge⸗ ſchichten von dem Ort.
Paſtor Donner ſchüttelte ungläubig den Kopf zu der Er⸗ zählung, Andere aber aus dem Dorf kamen nach, und der Schulze, der von den jungen Mädchen ſelber den Bericht ge⸗ hört, den ſie mit bleichen Wangen und zitternden Lippen in's Dorf getragen, folgte den Uebrigen, beſtätigte dem Herrn Paſtor, was ſich die Leute erzählten, und bat ihn, mit ihm hinauf zu gehn nach dem alten Hauſe, das Gerücht zu wider⸗ legen, das ſonſt leicht mehr Nahrung gewann und von dem abergläubiſchen Volke ausgeſchmückt wurde, oder ſich zu über⸗ zeugen, was Wahres an der Sache ſei.
Die Frau Paſtorin wollte mit den Kindern ihren Mann begleiten, er bat ſie aber, zurückzubleiben, und ſchritt dann, ſeine Amtstracht ablegend und Hut und Stock nehmend, an der Seite des Schulzen durch das Dorf hin, den kleinen, mit Unkraut überwucherten und faſt verwachſenen Pfad hin⸗ auf, der zu dem, etwa eine kleine halbe Stunde von Walden⸗ hayn entfernten Gebäude führte. Eine Menge der Dorfbe⸗ wohner ſchloß ſich ihnen unterwegs an, ſie zu begleiten.
Als ſie den Platz erreichten, war Alles todtenſtill; nur hie und da zwitſcherten die Vögel in den Zweigen, und auf dem alten Eichbaum neben dem Haus ſaß ein Rabe, drehte, als er die Menſchen auf ſich zukommen ſah, den Kopf ſcheu nach rechts und links hinüber, und ſtrich dann mit ſeinem tief und unheimlich krächzenden„krah— krah“— von dem Zweige ab, auf dem er geſtanden, dem Holze zu!“


