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bei um Dich, nagt und frißt mir am Leben mehr und mehr. Ich fühle das auch ſtärker, als ich es Dir ſagen kann, und doch iſt es Dein eigner Nutzen Lobſich, Dich zu ändern— wenns wirklich nicht meinetwegen wäre— Vater— Deines eigenen Selbſt wegen. Sieh,“ fuhr ſie lebendiger fort— „Du weißt, mit wie ſchwerem Herzen ich von Deutſchland fort⸗ gegangen bin— wir hatten keine Urſache zu gehn, und wür⸗ den uns dort immer wohl befunden haben, hätte der Menſch, der Weigel, was ihm Gott verzeihen möge, nicht immer in Dich hineingeredet, daß Du Dein Glück mit Füßen von Dir ſtießeſt, wenn Du bliebſt. Aber ich klage jetzt nicht darüber; wir ſind einmal hier, das alte Vaterland liegt hinter uns, und mit gutem Willen und nur einigem Fleiß, kannſt und wirſt Du Dir auch hier das bald wieder erſchaffen, was Du in Deutſchland verlaſſen— eine ſorgenfreie glückliche Exiſtenz. Wir haben der Beiſpiele hier ſchon mehre, wo die Wirthe ſol⸗ cher Gaſthäuſer ſich ein hübſches Vermögen erworben, und es geht denen, die ihr Geſchäft fleißig und ordentlich betreiben, vielleicht Allen gut. Aber etwas wird dafür auch von ihnen verlangt; ſie müſſen ſich ſelber beherrſchen können, und dürfen der Verführung, die rings um ſie her in Flaſchen und Karaf⸗ fen ſteht, keine Macht über ſich goͤnnen. Sonſt, Lobſich— ſonſt find ſte verloren, und zu ſpäte Reue macht das Verlorene dann nicht wieder gut.“
„S'iſt mir doch was Unbedeutendes, was die Frau für ein Mundwerk hat,“ ſagte Lobſich, gutmüthig lächelnd—„aber Du haſt recht Salome; ich will mich tüchtig zuſammenehmen,


