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„Er ſchrieb mir einmal daß er heirathen würde; hat er ſeine Frau mitgebracht?“
„Nehmen Sie mir's nicht übel,“ ſagte Hopfgarten, der den Fremden wieder ein paar Secunden ſtutzig und aufmerk⸗ ſam betrachtet hatte;„aber wenn wir Beide zuſammen über den Henkel ſprechen, kommt es mir bei Gott ſo vor, als ob wir mit einander Komödie ſpielten.“
Soldegg lachte.
„Ich habe ſchon komiſche Verwechſelungen erlebt,“ ſagte er,„und das einzige Merkmal, an dem uns unſere Freunde unterſcheiden konnten, war eine kleine rothe Narbe, die Joſeph über dem linken Auge hat, und die mir fehlt.“
„Ich habe ſie nie bemerkt,“ ſagte Hopfgarten.
„Das glaub' ich, Sie werden ihn früher nie ſo genau betrachtet haben— wenn Sie ihn jetzt wieder ſehn wird das anders ſein, aber— ſehn Sie ihn wirklich wieder in nächſter Zeit?“
„Ich habe einen wichtigen Brief für ihn bei mir,“ ſagte Hopfgarten, der ſein Mistrauen doch noch nicht ganz bewälti⸗ gen konnte, und dem plötzlich ein Gedanke aufſtieg, den frag⸗ lichen Bruder auf die Probe zu ſtellen.
„So?“ ſagte dieſer aber vollkommen ruhig,„dann haben Sie wohl Einige von ſeinen Bekannten im inneren Land ge⸗ funden?“
„Einen Mr. Goodly,“ ſagte Hopfgarten lauernd.
„Kenn' ich nicht,“ erwiederte Soldegg kopfſchüttelnd, und ohne die geringſte Theilnahme zu verrathen,„aber würden


