Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
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herauskäme, ſing er an laut und regelmäßig zu athmen, und blinzte jetzt nur unter den halb geſchloſſenen Wimpern nach ihm hinüber.

Der Jude blieb indeſſen noch eine Weile, halb nach ihm hingebeugt, ſtehn, als ob er ſich erſt ſelber von der Wahrheit dieſes ſcheinbaren Schlafes 4 wolle; dann aber, als ihm jeder Zweifel genommen ſein mochte, ſchlich er wieder leiſe zum Kamin zurück, warf einen Spahn auf die jetzt nur matt glimmenden Kohlen, der bald zu einer kleinen aber hell kniſtern⸗ den Flamme aufloderte, ging dann in die entgegengeſetzte Ecke der Hütte, wo Geſchirr und andere Sachen ſtanden, und nahm dort Hopfgarten fühlte wie ihm das Blut einen Augenblick in den Adern ſtockte, und dann eiſeskalt den Rücken hinabrie⸗ ſelte ein langes blitzendes Meſſer von der Wand, deſſen Schneide er flüchtig mit dem Daumen prüfte, während ſein Auge die Entfernung zwiſchen ſich und ſeinem Opfer abzumeſ⸗ ſen ſchien.

Hopfgarten war nichts weniger als feige, ein gewiſſer kecker Muth ſelbſt wenn wir ihn Uebermuth nennen woll⸗ ten hatte ihn ſogar das Erleben gefährlicher Abenteuer herbeiwünſchen, wenn auch nicht aufſuchen laſſen, denn daß er den Miſſiſſippi auf deſſen Dampfbooten nur befuhr um mit einem platzenden Keſſel in die Luft zu fliegen, war jedenfalls mehr eine unſchuldige Prahlerei als wirklicher Ernſt geweſen; hier aber fühlte er doch wie er der jedenfalls berechneten Bosheit eines ſolchen Räubers gegenüber in eine Falle gegan⸗ gen ſei, aus der ein Entkommen, wenn nicht unmöglich, doch