Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
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hob ſich langſam empor, und ſtand jetzt, das Geſicht noch immer dem Fremden zugewandt, mit dem Rücken nach den kaum noch glimmenden Kohlen hin, vor dem Kamin. Wieder ſchloß Hopfgarten die Augen, und ſuchte das fatale Bild, das ihm die dunkle Geſtalt heraufbeſchwor, von ſich zu ſchütteln, als er die leiſen, ſchleichenden Schritte des Mannes auf dem Boden fühlte fühlte wie er ſich ihm mehr und mehr näherte und als er die Augen nur halb und vorſichtig öff⸗ nete, dem dunklen Geſellen nicht zu verrathen daß er wache, ſah er wie dieſer, nur wenige Schritte von ſeinem Lager ent⸗ fernt, mit halb vorgebeugtem Oberkörper lauſchend ſtand, und jedenfalls auf ſeine Athemzüge horchte. Was hatte er im Sinn was wollte er von ihm? ſollte er aufſpringen, und dem Mann, falls er zum Angriff auf ihn fertig ſtand, im Einzelkampf begegnen? aber der Hund dann, der noch immer im Zimmer lag. Und hatte der Jude auch wirklich eine feindſelige Abſicht gegen ihn? war es nicht vielleicht Zufall Sorge ſelbſt um ſeinen Schlaf, die ihn an des Fremden Lager führte. Hopfgarten beſchloß das zu ergründen, ſelbſt auf die Gefahr hin den Burſchen muthwilliger Weiſe zu einem Angriff auf ſich zu treiben; er war auch kräftig, und noch in den beſten Jahren, und trug der finſtere Geſell da Böſes gegen ihn im Schilde, ei ſo mochte er auch auf einen Widerſtande gefaßt ſein, den er ſich vielleicht nicht ſo warm gedacht oder für möglich gehalten. So alſo den Mann glauben zu machen daß er wirklich ſanft und feſt eingeſchlafen ſei, damit er endlich einmal mit ſeinen Abſichten