Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
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unbehaglich zu Muthe und der Geſchmack den er dabei im Munde hatte der mußte von dem Brandy herrühren wie eigenthümlich metalliſch das ſchmeckte und im Kopf fing es ihm an zu drehen und zu arbeiten wie ſchwer und bleiern ſeine Augenlider wurden. Er fühlte noch einmal neben ſich, wo ſeine Piſtolen lagen, Ker er hatte ſelber kein Ver⸗ trauen zu ihnen ſie waren naß geworden und hätten jeden⸗ falls verſagt. Wenn er ſie nur vorher in Stand geſetzt er hatte kein Mistrauen zeigen wollen und würde jetzt doch Gott weiß was darum gegeben haben, nicht ſo überrückſichts⸗ voll geweſen zu ſein.

Und was hinderte ihn daran ſelbſt jetzt noch aufzuſprin⸗ gen und das Verſäumte nachzuholen? dem Gerüſteten, mit der Waffe Verſehenen würde der Mann, was auch ſonſt ſeine Abſicht geweſen, nicht gewagt haben entgegen zu treten. Er wollte aufſtehn, aber er vermochte es nicht mehr die Glie⸗ der verſagten ihm den Dienſt, über ſeine Augen legte es ſich wie ein Schleier und er fühlte wie ſich der Schlaf ein gewaltſamer, nicht zurückzudrängender Schlaf ſeiner be⸗ mächtigte.

Wie lange er ſich in einem ſolchen Halbtraum befand wußte er nicht, wohl aber daß er gegen dieſe unnatürliche Ruhe mit allen Kräften ſeiner Seele ankämpfte, und ihr doch am Ende erlegen wäre, wenn nicht, vielleicht gerade zur rechten Zeit, ein Geräuſch von außen, ihm geholfen hätte ſie zu bewältigen.

Der Jude, der im Stuhl am Feuer ſaß, regte ſich leiſe und geräuſchlos nur, es iſt wahr, aber er bewegte ſich doch,