Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
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Der Hund thut Euch Nichts, ſagte der Alte ruhig,er iſt nur Fremde nicht gewohnt.

Wenn ich mich aber gerührt hätte, wie Ihr draußen wart, wär' er mir auf den Leib geſprungen, ſagte Hopfgar⸗ ten mürriſch.

S' iſt ein alter Hund, lächelte der Alte,und hat keinen Zahn mehr im Maul, thut auch nur manchmal ſo als ob er böſe wäre. Die Zeiten ſind vorbei wo er Leute ge⸗ biſſen hat, und Ihr könnt zu ihm gehn und ihn ſtreicheln, er wird es ſich ruhig gefallen laſſen.

Hierzu bezeigte der Deutſche übrigens keine rechte Luſt, folgte aber der wiederholten Einladung, am Tiſche Platz zu nehmen, und ſchnitt ſich ein tüchtiges Stück Brod und Käſe ab, während der alte Jude mit dem Glas zum Feuer nieder⸗ kauerte, aus einem Papier etwas hineinſchüttete, und dann Waſſ er Sf goß.

So, ſagte er, als er es zum Tiſch zurückbrachte und es dem Gaſt vorſetzte,nun thut Euch ſelber ſo viel Brandy zu als Ihr mögt, macht den Grog aber ein wenig ſcharf, es wird Eueren Gliedern wohl thun, und böſe Folgen von ſolchem Nachtmarſch abhalten.

Was habt Ihr da im Glaſe, Freund? ſagte Hopfgar⸗ ten, dieſes gegen den Schein des Feuers haltend.

Zucker und Waſſer der Zucker iſt gut, und nimmt dem Brandy die Schärfe.

Ich trinke nicht gern Zucker, ſagte der Deutſche, den