Teil eines Werkes 
5. Bd. (1855)
Entstehung
Einzelbild herunterladen

4

Hieran verhinderte ihn aber Hopfgarten; nur wenn er vielleicht ein Stück trocken Brod und einen Schluck Brandy hätte, möchte er ihn darum bitten; das ſei vollkommen ge⸗ nug bis morgen früh, und er bedürfe nach der gehabten unge⸗ wohnten Anſtrengung mehr der Ruhe, als irgend einer Nah⸗ rung.*

Der Mann(und der Indiana⸗Farmer hatte ganz recht, es war jedenfalls ein Jude ſeinem ganzen Ausſehn und Weſen nach), ging jetzt daran den Tiſch, der mitten in der Hütte ſtand, für ſeinen Gaſt herzurichten; von einem an der Wand befeſtigten Bret nahm er ein kleines altes Stück Wachstuch, das er mit dem Ellbogen von alten Fettflecken oder Staub rei⸗ nigte, breitete es dann auf den Tiſch, legte einen halben Laib Waizenbrod daneben, nahm ein Meſſer aus der Schieblade, das er in das Brod hineinſtieß, und ging dann zu einem klei⸗ nen Eckſchrank, aus dem er eine grüne bauchige Flaſche und und ein großes Glas herausholte. Hierauf füllte er einen kleinen eiſernen Keſſel mit Waſſer, ſtellte ihn auf die Koh⸗ len, und verließ auf kurze Zeit das Haus.

Hopfgarten behielt indeſſen Zeit ſich in der niederen räu⸗ cherigen Hütte etwas mehr umzuſchauen, in der es ihm, er wußte eigentlich ſelber nicht weshalb, noch gar nicht ſo recht behaglich werden wollte. Wie unwillkürlich lief ihm dabei ein Schauer über den Leib das mußte die Näſſe und Kälte ſein, die das Feuer aus ihm heraustrieb und er ſah ſich wie ſcheu in dem engen Raum um, ja bereute faſt in ſolcher Nacht 4 ein ſolches Gebäu leichtſinnig betreten zu haben.