Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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Hand halb unter die verſchiedenen Phyſtonomieen und Profile und fuhr dann, wenn ſich Einer der alſo auf's Korn genom⸗ men zufällig nach ihm umdrehte, ſo zuſammen und griff raſch nach Meſſer oder Gabel oder ſeinem Glaſe, als ob er irgend etwas Böſes begangen hätte und dabei erwiſcht wäre.

Theobald auf der einen Seite und Meier auf der anderen ſprachen bei Tiſch kein Wort und beendeten, wie die meiſten der Gäſte, ſo raſch als möglich ihre Mahlzeit, und als Alle aufgeſtanden waren, wurden die Teller und Meſſer und Gabeln gewechſelt, dann die Frauen und Kinder mit den Hausgenoſſen in den indeß von den Uebrigen geräumten Speiſeſaal gerufen, und die zweite Tafel hielt, unter dem Vorſitz des Barkeepers der einen mächtigen Rinderbraten unter ſie vertheilte, ihre Mahlzeit.

Nach Tiſch zerſtreuten ſich faſt ſämmtliche Gäſte durch die Stadt, ein Theil ſeinen Geſchäften nachgehend, ein anderer,

der noch keine hatte, zum Vergnügen oder aus langer Weile durch die Straßen zu ſchlendern, die für ſie des Neuen ud

Eigenthümlichen auch genug boten. Das Abendeſſen war auf ſechs Uhr angeſetzt worden, und verlief dann in eben der Ord⸗ nung wie der Mittagstiſch, nur mit dem Unterſchied daß die meiſten der Gäſte nicht mehr ausgingen, oder nach einem kür⸗ zern Spatziergang durch die Stadt oder über die Levée, die um dieſe Tageszeit den Sammelplatz der vornehmen Welt von New⸗ Orleans bildet, wieder in das Gaſthaus zurückzukehren, und dort bei einem Glaſe gutem franzöſiſchen Wein oder ſchlechtem Cinein⸗ nati⸗Bier die Erlebniſſe des Tages zu beſprechen.