Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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getäuſchte Hoffnung in dem neuen Land, das ſie ſich mit allem

Zauber ſüdlicher Zonen, wenn auch heimlich doch nur zu eifrig ausgeſchmückt, und das jetzt vor ihren Augen wie ein ſtehender endloſer Sumpf begann.

Aber wo um Gottes Willen wohnen die Menſchen? riefen Andere aushier kann man ja doch nicht leben in Waſſer und Schilf?

Dort ſind Häuſer dorthinten wo? dort wo der dunkelgrüne Streif hinaufläuft und die Sonne auf das Waſſer blitzt; gleich rechts davorn. Ja wahrhaftig da ſtehn Häuſer das iſt New⸗Orleans! riefen und flüſterten zag⸗ hafte Stimmen durcheinander und Steinert ſelbſt war auf ein⸗ mal ungemein kleinlaut geworden, und ſaß, mit auf den Knieen gefalteten Händen vorn auf dem Bugſpriet die ihn umgebende Scenerie ſchweigend zu betrachten.

Das New⸗Orleans? Unſinn lachten aber einige der Matroſen, die jene Bemerkung gehört, und ſchon früher ein⸗ mal dieKönigin des Südens wie New-Orleans von den Amerikanern genannt wird, beſucht hattendas iſt hier nur eine der Mündungen des Miſſiſſippi und die Häuſer dort ſind La Belize; das hohe Land aber liegt weiter oben.

Weiter oben das war ein neuer Hoffnungsſtrahl in die Nacht des Zweifels, der die armen Auswanderer eben zu erfaſſen drohteweiter oben. Aber noch immer ließen ſich keine Berge erkennen; die öde Fläche ſchien ſich viele viele Meilen weit auszudehnen und der Fluß wälzte trüb und reißend ſeine ſchmutzige Fluth an ihnen vorüber.