Teil eines Werkes 
3. Bd. (1855)
Entstehung
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4.

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an den Ragen hinauslief, die Segel überhaupt vollſtändig einzuziehn und feſtzuſchnüren auf ihren Hölzern.

Der Wind war indeß, wie die Seeleute ſagen, faſt voll⸗ ſtändig eingeſchlafen, und die Hitze ſchwül und drückend, nichts deſtoweniger ſetzte das Schiff mit Hülfe des Dampfers, ſeine Fahrt weit raſcher, als ſie die letzten Tage zu ſegeln gewohnt geweſen waren, fort, und die Küſte, oder das wenigſtens was ſie bis jetzt für feſtes Land gehalten, rückte ihnen raſch näher. Das aber was ihnen bis dahin eine weite grüne Wieſenfläche geſchienen, auf der ſie, freilich umſonſt, nach graſenden Heer⸗ den umhergeſucht, zeigte ſich jetzt, wie ſie es endlich erreichten, als ein weiter trauriger Schilfbruch, deſſen dunkelgrüne ſchlanke Halme aus der, ihnen nun entgegenquillenden ſchmutziggelben Fluth des mächtigen Miſſiſſippi, deſſen untere Ufer ſie bil⸗ deten, herausſchauten, und in der ſtarken Strömung zitterten und ſchwankten.

Das iſt Amerika? rief da eine der Frauen, die mit vorn auf der Back ſtand, und deren Blicke bis dahin nur ängſt⸗ lich und erwartungsvoll an dem näher und näher kommenden Lande gehangenlieber Gott, da kann man ja nicht ein⸗

mal an's Ufer gehn. Manche der übrigen Paſſagiere ſchau⸗

ten jetzt ebenfalls, mit keineswegs mehr ſo zuverſichtlichen Mienen als ſie noch an dem Morgen gezeigt, auf die wüſte Fläche von Schilf und Waſſer hinaus, die ſie ſchon zur rechten und linken Seite umgab, und, der Ausſage des zweiten Steuer⸗ manns nach, das Ufer des Miſſiſſippi bildete. Es war ein eengendes erdrückendes Gefühl das ſie erfaßte die erſte

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