Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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deck haben, und der, wie die Anderen ſagen, viel mehr ver⸗ ſteht als der Doktor in der Cajüte.“

„Ich bin nicht krank“ flüſterte aber die Frau—„wenig⸗ ſtens nicht ſo, daß mir ein Doktor Mittel dagegen verordnen könnte— nur Ruhe brauche ich— Ruhe— ſo bitte, Hed⸗ wig— laß mich jetzt allein.“

„Darf ich nicht bleiben?“

Die Leidende ſchüttelte, ohne weiter ein Wort zu ſagen, den Kopf, und Hedwig, gehorſam dem gegebenen Befehl, ſtand langſam auf, zögerte noch einen Augenblick in der Thür, ob die Kranke nicht den Befehl doch wohl widerrufen könne, und verließ dann, ſo geräuſchlos wie ſie es betreten, aber mit einer ſchweren Sorge mehr im Herzen, das Gemach.

„Was fehlt nur Clara, Herr Henkel?“ frug Marie den jungen Mann, der mit verſchränkten Armen und langſamen Schritten oben auf dem Quarterdeck auf und ab ging, und bei ihrer Anrede raſch und wie erſchreckt emporſchaute;„das muß ganz plötzlich geſchehen ſein, denn vorhin war ſie ja noch ſo munter und ausgelaſſen, wie ich ſie faſt noch gar nicht geſehen.“

„Heftiger Kopfſchmerz, weiter Nichts“ erwiederte ihr Hen⸗ kel, jetzt vollkommen ruhig—„ſie klagte ſchon letzte Nacht darüber, und es ſchien ſich über Tag vollſtändig gelegt zu ha— ben, kehrte aber den Abend plötzlich und weit ſtärker wieder. Ruhe allein iſt was ſie braucht, der Schmerz geht dann von ſelbſt vorüber.“

Wie Schade daß das gerade heute iſt“ klagte das junge

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