Teil eines Werkes 
2. Bd. (1855)
Entstehung
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Während die Leute aber ſolcher Art beſchäftigt waren, trafen immer noch andere, verſpätete Paſſagiere ein, die eben⸗ falls mit befördert werden wollten und mußten. Unter ihnen der alte polniſche Jude mit ſeinem Knaben, der jetzt auch mit Hand anlegen ſollte das Gepäck an Bord zu ſchaffen. Der alte Burſche ſchien aber kein Freund von ſolcher Beſchäftigung und merkte kaum wie die Sachen ſtanden, als er an zu hinken fing, und die rechte Hand vorn in ſeinen Kaftan legte— er wollte ſich an dem Morgen weh daran gethan haben, und konnte ſie nicht gebrauchen.

Das Gepäck wurde übrigens raſcher beſeitigt als man im Anfang geglaubt hatte, und merkwürdiger Weiſe faßte dabei das kleine unanſehnliche Fahrzeug eine ſolche Unmaſſe von Sachen, die in ſeinem Bauch ordentlich verſchwanden, daß, wenn auch gerade kein bequemer Platz, doch Raum genug blieb, auch die Paſſagiere aufzunehmen, die ſich ſchon ein paar Stunden ſolcher Art glaubten behelfen zu können. Lieber Gott, man ging ja jetzt in See, und da konnte man nicht Alles haben wie zu Hauſe. Vor acht Uhr erklärte aber„Capitain Meinert“ nicht im Stande zu ſein abzufahren, da dann erſt die Ebbe einträte, mit deren ausſtrömender Fluth er bei dem ſchwachen Winde hoffen durfte vorwärts zu kommen, und es blieb den Paſſagieren, die Anfangs allerdings darüber murr⸗ ten, aber ſich in das Unvermeidliche fügen mußten, noch etwa eine halbe Stunde Zeit ſich zu beſchäftigen wie es ihnen gerade gefiel. Schon vor acht Uhr waren ſie aber ſämmtlich wieder am Ufer, jetzt ernſtlich auf endliche Abfahrt ihres„Schiffs“ dringend.