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die Reiſe freute und gern das regelmäßige, ihm entſetzlich lang⸗ weilig vorkommende Schulweſen verlaſſen hatte, einem ande⸗ ren, freieren Lebensberuf zuffolgen, gab ſich in dem Reiz der Neuheit, der die Jugend über ſo Manches hinwegſetzt, den fremdartigen Eindrücken ſelbſt mit einigem Behagen hin. Die Rücklehne ſeines Stuhles gegen die Wand lehnend, über⸗ ſchaute er die bunten, ſich vor ihm wie auf einem aus der Erde heraufbeſchworenen Theater bewegenden Gruppen, und lauſchte den ſich faſt ſämmtlich um Amerika und die Reiſe drehenden Geſprächen der ihm nächſten Gäſte und Fremden, bis ſein Blick endlich auf einen kleinen Mann fiel, der ihnen gerade gegenüber und das Geſicht ihnen zugewendet, ſeinen Platz genommen hatte, und ſie auf das aufmerkſamſte zu be⸗ trachten ſchien.
Der Fremde ſaß verkehrt auf ſeinem Stuhl, die Arme auf die Lehne deſſelben und ſein Kinn wieder auf dieſe ſtützend, und ſchien ſich in der That von der übrigen Geſellſchaft ganz zurückgezogen oder abgewandt zu haben, und die neuangekom⸗ mene Familie auf das Genauſte zu betrachten.
Es ſchien übrigens, wie er ſo da ſaß, ein kleines ſchmäch⸗ tiges Männchen von vielleicht vierzig bis vierundvierzig Jah⸗ ren, mit grauer runder Mütze und ſchwarzem vorn faſt ſpitz zulaufendem Schild, grauem Frack, grauer Hoſe, grauer Weſte, grauem Halstuch und grauen Zeugſtiefeln, in der linken Hand, lang zuſammengefaltet, ein paar graue Zwirnhandſchuh. Die kleinen lebhaften Augen funkelten dabei ſcharf und forſchend unter dem ſpitzen ziemlich tief niedergezogenen Mützenſchilde vor, und


