Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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Der Wolf hat auch draußen zu leben, und für die Jungen Milch wer giebt's uns? ziſchte der Mann zwiſchen den zuſammgebiſſenen Zähnen durchwir könnten krepiren hier im Neſt, keine Katze miaute deshalb im ganzen Kreis.

Ich weiß es, ich weiß es, ſagte die Frau,und das iſt das Einzige was mich freut, daß wir ihnen jetzt einen Streich ſpielen den Lumpen. Und wie ſie ſchreien und ſchimpfen werden aber ernähren müßen ſie ſie doch, davon hilft ihnen kein Gott. Leid thut's Einem freilich immer, die armen Dinger, die noch Nichts von der Welt wiſſen und be⸗ greifen, ſo allein zurückzulaſſen wenn ich das Jüngſte nur mitnehmen dürfte ſetzte ſie leiſe hinzu.

Komm mir nur jetzt nicht wieder mit dem alten Ge⸗ wäſch, rief aber der Mann finſter und ärgerlichich dächte das hätten wir über und genug beſprochen und überlegt, und wären einig darüber.

Ueberlegt gar nicht, ſagte aber die Frau, die Brauen feſt zuſammenziehendwenn ich davon anfing haſt Du mich immer grob angefahren und ausgezankt, und Deinen Willen gehabt dabei, wie bei allem Anderen. Ich weiß daß ich nicht zu den Weichen gehöre, aber Mutter bleibt doch Mutter, und's iſt immer ein häßlich unnatürlich Ding.

Papperlapapp! ſagte der Mann den Kopf herüber und hinüber werfendunnatürlich natürlich iſt's allerdings nicht daß die Scheunen ringsherum voll liegen, und das reiche Lumpenpack das Geld mit vollen Fäuſten zum Fenſter hinaus⸗