letzten Zeit tauchte dabei ein anderer Verdacht gegen ihn auf, daß er ſich nämlich unter der Hand mit Wilddieben einlaſſe, und— wenn auch vielleicht nicht ſelber wildere, doch das Ge⸗ ſtohlene kaufe und unterbringe.
Sicher iſt, daß nicht alles Fleiſch was er zu Markte führte, im Stall gemäſtet worden, und als nun auch gar einmal, und vor nicht ſo ſehr langer Zeit, ein Forſtgehülfe, in Ausübung ſeiner Pflicht, erſchoſſen worden, wurde die Aufſicht über den ſchwarzen Steffen, dem man aber doch nicht zu Kragen konnte, ſo ſcharf geführt, und dieſem zuletzt ſo unerträglich, daß er ſchon ein paar Mal mit den Forſtbeamten im Wirthshaus Streit geſucht und gefunden, und ihm zuletzt von der Herr⸗ ſchaft, nach lange geübter Nachſicht, der Befehl zugeſtellt wurde, das auf den Abbruch damals erſtandene Haus, von dem übri⸗ gens kein Ziegel mehr ſein gehörte, zu räumen und abzutragen oder ſtehen zu laſſen, wie es ihm gefalle, ſeinen Wohnſitz aber, wider ihn eingelaufener Klagen wegen, wo anders zu nehmen, vom erſten des nächſten Monats an.
Steffen war heute einmal ausnahmsweiſe den ganzen Tag zu Haus geblieben, und hatte manche von ſeinen Sachen, wobei ihm die Frau half, zuſammengetragen und in einen Ranzen gepackt. Die Kinder aber achteten wenig daraufV; ſie waren gewohnt daß der Vater oft fortging, und dann immer mehre, manchmal ſogar acht Tage fortblieb, ehe ſie ihn wieder zu ſehen bekamen, oder auch nur von ihm hörten. Fragen, wohin er ging, durften ſie nie.
Der Vater war übrigens mürriſcher heute als je— er
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