geſchlagenen Roſenſtock. Raſch barg er ihn in der weiten Taſche ſeines Ueberrocks, öffnete dann das Fenſter, das in den Gar⸗ ten hinaus und von da über den Kirchhof führte, der Land⸗ ſtraße zu, und ſchwang ſich auf das Fenſterbret.
„Ade!“ flüſterte er,„ade Du trautes, liebes Haus, ade— Gott halte ſeine Hand über Dir, und ſchütze die lieben Men⸗ ſchen— ade, ade.“ Und von dem Bret hinunterſpringend in den Garten, durcheilte er dieſen, ſchwang ſich leicht über die Kirchhofmauer, die er als Kind unzählige Male überklettert, und ſchritt dann langſam und traurig ſeinen einſam dunklen Weg entlang.
Noch hob ſich die Sonne nicht über den öſtlichen Fichten⸗ hang, und der dämmernde Tag grüßte eben die ſchlummernde Erde, als ſich die Mutter von ihrem Lager hob, das Mädchen weckte daß es Feuer in der Küche mache, den Kaffee bereit zu halten, und dann den Mann rief, dem Sohn ade zu ſagen.. Paſtor Donner hatte aber auch nur in unruhigem Schlaf gelegen— die Gedanken und Sorgen ließen ihn nicht ruhen, und wie aus böſem Traum fuhr er oft empor, mit einem wehen Stich durch's Herz zurückzuſinken, daß es eben kein Traum ſei, der ihn bedrücke und quäle.
Er ſtand auf, zog ſich an, und während die Mutter draußen in der Küche ſorgte, dem Sohn ein raſches Frühſtück zu be⸗ reiten, ging der Vater hin ihn zu wecken.


