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hier an Ort und Stelle machen können, was ihm nicht mög— lich ſei, wenn er die Contracte nicht in der Taſche habe.“ Kellmann, auf deſſen praktiſches und geſundes Urtheil er ſonſt überhaupt viel gab, machte ihn mit ſeinen ernſtlichen Vorſtellungen aber doch ſtutzig, und noch eine authentiſche Per⸗ ſon über die dortigen Verhältniſſe zu hören, wandte er ſich zu⸗ letzt an den jungen Henkel, und bat dieſen um Meinung und Rath über die, ihm allerdings ſehr am Herzen liegende Sache. Dieſer rieth ihm aber ebenfalls auf das Entſchiedenſte ab, ſein Geld hier an eine ſolche Speculation wegzuwerfen, denn dieſer Weigel ſcheine ihm, was er bis jetzt von ihm geſehn, eine kei— neswegs volles Vertrauen verdienende Perſönlichkeit. Er ſolle warten bis ſie drüben wären, dort habe er Zeit genug(Kell⸗ mann hatte ihm daſſelbe geſagt), und finde er in New⸗Orleans oder Miſſouri nichts Beſſeres, ſo ſei er ſelber vielleicht im
Stande ihm ein kleines reizendes Gut abzutreten, das er ein⸗
mal auf einem Jagdzug in's innere Land gekauft, und jetzt noch verpachtet hätte. 1
„Und der Preis?“
„Er würde zufrieden ſein.“ Damit war die Sache für jetzt abgemacht; freilich zu Weigels Verdruß, der die Farm, wie er ſich ausdrückte, nun noch„zur Verfügung“ behielt.
Es mochte etwa Morgens um elf ſein, als Kellmann Profeſſor Lobenſteins beſuchte. Das Haus war am vorigen Tag öffentlich verauctionirt und von einem reichen Weinhänd⸗
ler in Heilingen erſtanden worden, die Familie aber jetzt in
angeſtrengter Arbeit eifrig bemüht das unangenehme Gefühl


