Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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wer alſo ſein Bekannter bleiben wollte, mußte ihn eben beſuchen.

Zu dieſen gehörte beſonders Jacob Kellmann, ein Kürſch⸗ ner und Pelzhändler aus Heilingen, dann der Aktuar Leder⸗ mann von dort, eine lange hagere, etwas ungeſchickte Geſtalt, mit aber nicht unangenehmen, gutmüthigen Geſichtszügen, und der Apotheker aus Heilingen, Schollfeld mit Namen, die es gewöhnlich ſo einzurichten wußten, daß ſie an einen Tiſch mit einander zu ſitzen kamen. Lobſich nahm ebenfalls am Liebſten zwiſchen dieſer kleinen Geſellſchaft Platz, und nur dann und wann, beſonders wenn er die Stimme ſeiner Frau irgendwo hörte, ſtand er auf und ging einmal durch den Garten und die Reihen ſeiner Gäſte, zu ſehn ob Alle ordentlich bedient würden, und keine Klagen einliefen gegen unaufmerkſame Kell⸗ ner, die er in dem Fall auch wohl gleich an Ort und Stelle mit einem Knuff oder einer Ohrfeige abſtrafte, als warnendes Beiſpiel. Er mußte an irgend Jemand ſeinen Aerger aus⸗ laſſen, daß er nicht bei ſeinem Biere konnte ſitzen bleiben.

Iſt doch ein prachtvolles Wetter heute, ſagte Kellmann, der eben einen tüchtigen Zug aus ſeinem Glaſe gethan, und nun mit vollem zufriedenen Blick über das freundliche Bild hinaus ſchaute, das ſich, von der warmen Nachmittagsſonne beſchienen, in all ſeinem blitzenden Glanz und Farbenſchimmer vor ihnen aufrollteund es wächſt und gedeiht Alles draußen ſo ſchön und ſteht ſo prächtig merkwürdig dabei, daß Alles ſo theuer bleibt, und die Preiſe, ſtatt herunter zu gehen, immer nur ſteigen und ſteigen.