Teil eines Werkes 
1. Bd. (1855)
Entstehung
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4 der einmal vor vielen hundert Jahren in der Schlucht weiter oben, die auch noch ebenfalls nach ihm die Drachenſchlucht hieß, gehauſt und viele Menſchen und Rinder verſchlungen hatte. Der Wirth desrothen Drachen nun, Thuegut Lob⸗ ſich, deſſen Voreltern ſchon dieſen Platz gehalten, behauptete dabei, Einer ſeinerAhnen habe den Drachen im Einzel⸗ kampf erlegt(die Gäſte meinten, mit ſchlechtem Bier ver⸗ giftet) und dafür von dem damals regierenden Fürſten Platz und Wirthſchaft als Gerechtſame, mit dem Schild als Wahr⸗ zeichen, erhalten.

Wie dem auch ſei, Thuegut Lobſich that wirklich gut auf dem Platz, der ihm vortreffliche Nahrung bot, und befand ſich ſo wohl, wie ſich nur ein Wirth, in einer gut gelegenen Wirth⸗ ſchaft befinden kann. Seine Frau war aber dabei der Nerv des Ganzen, in Küche und Stall, in Keller und Haus, und während ſich Vater Lobſich, wie er ſich gern nennen ließ, ob⸗ gleich er noch jung und rüſtig war, am Liebſten zu ſeinen Gäſten irgendwo an einen Tiſch drückte unddas Bier con⸗

teoollirte, wie er ſagte, daß ihm die Burſchen kein Saures brachten und die Gäſte verjagten, arbeitete die Frau im Schweiße ihres Angeſichts vor dem Heerd, die beſtellten Por⸗ tionen herzurichten und zu gleicher Zeit auch den Verkauf von Kaffee, Thee, Milch und Kuchen zu überwachen. Dabei führte ſie die Kaſſe und rechnete mit Kellnern und Mädchen ab, und wehe denen, die eine halbe Portion Kaffee oder Kuchen ver⸗

geſſen, ein nichtbezahltes Glas nicht aufnotirt oder einem