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„Ni— ni-— nirgends zu fi—fi— fi— finden“ ſtotterte Loßen⸗ werder.
Herr Dollinger warf den Kopf, den Brief flüchtig durch⸗ fliegend, herüber und hinüber, ſagte dann aber, aufſtehend und das Papier vor ſich hinlegend:
„Ja, da läßt ſich denn weiter Nichts ändern; gieb mir das Paket Loßenwerder, und ſieh dann zu, daß Du Herrn Reibich findeſt. Ich laſſe ihn bitten um ſieben oder halb acht Uhr heute Abend auf einen Augenblick zu mir zu kommen— verſtanden?“
„Ja— ja— jawohl He—he— he— herr Do— do— do— Do—“
„Schon gut“ lachte Herr Dollinger, ihm zuwinkend, „und hier, Loßenwerder, magſt Du auch einmal ein Glas auf das Wohl meiner Tochter trinken. Fräulein Clara's Geburts⸗ tag iſt heute— hier Clara, reich es dem jungen Herrn.“ Er füllte dabei ein Waſſerglas bis zum Rande voll von dem funkelnden, ſchäumenden Naß, und während Clara mit freund⸗ lichem Lächeln dem armen Teufel das Glas credenzte, nahm Herr Dollinger das Paket mit Geld, ging zu dem nahen Se⸗ cretair, in dem der Schlüſſel ſtak, öffnete ihn, legte das Geld hinein, zog dann den Schlüſſel ab und ſagte, dieſen der Toch⸗ ter überreichend:*
„So Kinder, heute müßt Ihr einmal auf ein paar Stun⸗ den mein Caſſirer ſein, bis der andere aufgefunden werden kann.“
Clara nickte dem Vater freundlich zu, und Loßenwerder,


