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der das volle Glas in der Hand hielt und auf einmal ganz blutroth im Geſicht geworden war, hob es empor und rief ſtotternd:
„Fr— re, re, re, re, re, räu—le—le— lein Cla—ra—ra — ra— ra— aus ga— ga— ganzem He— he— he— he— he— he— her— ze— ze— zen.“
Als ob er aber mit den Worten in der Kehle Luft ge⸗ macht, ſetzte er das Glas an, und der Wein verſchwand wie durch Zauberei.
„Alle Wetter“ lachte Herr Dollinger, der ſich gerade nach ihm unrerbe„Loßenwerder hat einen vortrefflichen Zug—
nun?— hat's geſchmeckt?“
„Gu gut Herr Do— do— do— do— do“
„Genug, genug“ winkte ihm der Principal wieder ab— alſo beſtell mir das ordentlich!“
Loßenwerder, der Art entlaſſen, und vielleicht froh aus einer Umgebung zu kommen, in der er ſich nicht heimiſch fühlen konnte, ſetzte das Glas auf einen Seitentiſch ab, machte eine etwas linkiſche Verbeugung, und wohl wiſſend daß er zu einem ordentlichen Danke doch keine Zeit mehr übrig hatte, empfahl er ſich ohne weiter auch nur einen Verſuch zu münd⸗ lichem Abſchied zu machen.
„Eine unangenehme Perſönlichkeit“ ſagte Frau Dollinger zu ihrem Schwiegerſohn in spe, als der Mann noch die Thür nicht einmal ordentlich hinter ſich geſchloſſen hatte;„ich kann mir nicht helfen, auf mich macht der Menſch immer einen fa⸗ talen Eindruck.“


