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komme; Clara aber hatte Mitleid mit dem armen Menſchen, den ſie ſeines Unglücks wegen innig bedauerte, ſchenkte ihm oft eine Kleinigkeit und ſpottete nie über ihn, während Herr Dollinger ſelber, ihn als einen brauchbaren und treuen Diener, der noch außerdem eine vortreffliche Hand ſchrieb, kannte und ſehr zufrieden mit ihm war, ihm auch jedes nur mögliche Ver⸗ trauen bewieß.
„Hallo, Loßenwerder, was bringſt Du mir da in's Haus?“ rief ihm ſein Principal jetzt halb lachend, halb erſtaunt ent⸗ gegen, als der kleine Mann das Zimmer betrat und ſchüchtern an der Thüre ſtehen blieb—„iſt das für mich oder meine Tochter?“
„ Gewiß für mich, Väterchen,“ rief Clara, raſch von ihrem Sitze aufſpringend—„ſiehſt Du, der Onkel hat mich doch nicht ganz vergeſſen mit meinem Feſt, und mir Gruß und Ge⸗ ſchenk geſchickt.“
„Hehehe— mö—mö möchten es ſich wo——wo—wo—
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wo— wohl wü— n-nſchen Fräulein“ lachte aber der Stotternde,
indem er Herrn Dollinger zuwinkte, daß das Paket für ihn
ſei—„ka—ka— ka—kann ich mir de— de—de— de— denken
Go— go— gold und Ba— ba— ba— ba— bank— no-— noten.“ Er zog dabei einen Brief aus der Taſche, den er dem Herrn übergab. „Hm, hm, hm“ ſagte aber dieſer kopfſchüttelnd,„und das bringſt Du mir jetzt in's Haus— gerade wo ich ausfahren will— warum haſt Du es denn nicht dem Caſſtrer gegeben?“


