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zweite hatte ihren Leib umfaßt, der dritte riß am langen, ſchwarzen Lockenhaare ſie rückwärts und zuckte ſein Meſſer nach ihrer Gurgel. Mit dem Schafte der Türkenfahne ſchlug Leuen die Mörder über die Scheitel. Mein iſt dieſe Beute! ſchrie er herriſch. Zu gut für euch dieſes Weib; ſucht euch geringer Gut für eure Ti⸗ gergier! Gewaltig hatte er ſie herausgeriſſen und in ſeine Arme gefaßt, doch die Baſchkiren lachten tückiſch grinſend und griffen nach den Meſſern; da raſſelten Panzer; herein traten Küraſſiere, ihren Oberſt ſuchend, die Baſchkiren flüchteten in die Seitengänge, und auf ſeine weite Fahne mit dem Mädchen niedertaumelnd, empfand Robert die Anſtrengung des Tages und die zer⸗ ſtörende Aufwallung der letzten Augenblicke in plötzlicher Erſchöpfung.
Die Schlacht war von den größten Folgen geweſen. Friedensboten zogen hin und her; die Armee der Reußen pflegte ſich im herrlichſten Lande der Welt, was dank⸗ varere, frohere Bewohner verdiente. Robert wohnte auf dem eroberten Landgute, ſeine bedenkliche Kopfwunde heilend; eine Pflegerin hatte er ſich erbeutet, wie er ſie nur wünſchen konnte. O ihr Männer, dann, wenn eure Gewalt gebrochen liegt in Ohnmacht auf dem La⸗ ger des Schmerzes, dann erkennt ihr das Weib, die Samariterin, deren mildes Wort mehr iſt als das Oel, was ſie in die Wunde tropft, die Johanniterin, deren ſanfte Hand der leichteſte Verband wird, und die in unermüdlicher Aufopferung, in ewig wacher Sorgfalt zeigt, daß ſie dem Engel verwandter iſt, als der rohe, am Leide und Elende vorüberrauſchende Mann!— Kei⸗
nen Wundarzt, keinen Wächter duldete die neue Freundin


