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welchem ſchon ruſſiſche Schaaren die Schrecken der Plün⸗ derung verbreiteten und Mordbrände in die geſchloſſenen Gemächer ſchleuderten. Er drang in das Innere, ge⸗ bietend, Ordnung fordernd. O wie blutete ſein ehrlich deutſches Herz bei dieſen Scenen losgelaſſener, nicht zu bezwingender Wuth. Schrecklich iſt die Schlacht; aber ſo lange der Führer Befehl die Heerhaufen bindet, iſt ſie nur ein ſtürmendes Meer, das mit geregelten Wel⸗ len dem Sturmſtoße nach die Felſen, ſich thürmend, be⸗ kämpft; ein zerſtörendes, nächtliches, alles in Chaos wandelndes Erdbeben iſt die Stunde des Sieges, wenn das Befehlswort ſchweigt, wenn die wilden Gemüther Lohn ſuchen für das gewagte Daſein, und die Freude des geborgenen Lebens alle Sinne räuberiſch genießen läßt ohne Wahl und Maaß in ungebändigter Trunken⸗ heit. Die ſchönſten Weiber wanden ſich in rohen Krie⸗ gerarmen, zerſchlagene Kiſten lagen umher, die herr⸗ lichſten Teppiche Aſiens wurden zerriſſen, um glänzende Silbergefäße hineinzuſchlagen, duftender Zyperwein floß über ſammtne Polſter aus zerſchmettertem Kryſtall. Ein Jammergeſchrei drang jetzt zu Roberts Ohren in Tö⸗ nen, die ſeine ganze Seele empörend aufriefen; er riß den Vorhang eines Eingangs nieder, und ſah eine Scene, die ſein Herz nicht in Geduld zu ertragen ver⸗ mochte. Ein Mädchen, ſchön wie des Paradieſes Hul⸗ dinnen, friſch wie die Roſe des Mai's, weiß wie Tauben⸗ fittiche, kämpfte gegen drei der ſchmutzigſten Baſchkiren des Heeres. Ihre Kleider waren zerfetzt, ihr Schleier zerriſſen; blutig glänzten die zarten, ringenden Hände in den Bärten der wilden Wütheriche; ihre löwenmuthige Wehr hatten den einen niedergeſtürzt, doch hing er an
ihren Knien wie ein Zottenhund am edlen Wilde; der


