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Wie ich nur ein Leben habe, ſo habe ich nur ein Liebe! ſagte Eugenie ernſt und hehr. Auch dem Todten halte ich meine Schwüre.—
Schwärmerei ohne Sinn! lachte der Graf. Ihr werdet mein Weib; der König iſt mein; eine Krone, ein Königreich lege ich Euch zu Füßen; was wiegt dagegen das Angedenken an einen ritterlichen Abenteurer?—
Soll ich den Mann, den Edelmann in Euch achten, ſo verlaßt mich ſofort! fuhr die edle Frau auf, und wandte ſich zur Seitenthüre. Der Graf haſchte ihre Hand und umfaßte ſie heftig.
Hier iſt mein Platz, ſagte er, fortgeriſſen von ſeiner Leidenſchaft. Mein ſeid Ihr, ſollt Ihr ſein; das Höchſte meiner Welt kann ich nicht in andern Armen ſehen, und verſchmähtet Ihr, o beim Gott der Rache, ehe verderbe ich Euch, als daß ich Euch entbehre.—
Eugenie zitterte im Tone ſeiner wilden Worte wie die Lilie vor dem Nord. Sie ſtreckte ihre Hand nach dem Krucifir aus, wie Hülfe ſuchend. Da rauſchten die Flügel der Thüre auf, Prinzeß Roſalie trat ein.
Herr Oberſtallmeiſter, ſagte ſie ernſt, die ganze Lage des Augenblicks mit dem Feuerblick durchſchauend, mein königlicher Bruder iſt krank, ſchon ſandte man nach dem Leibarzte und nach Euch!—
Der Graf biß die Lippen, nahm den Federhut und ging. Schluchzend ſank Eugenie an der herrlichen Freun⸗
vin Bruſt. Armes, gequältes Weib! ſagte die Prinzeß.
Ruhe hier aus am befreundeten Herzen, es ſoll Dir eine Aegide ſein, ein ehern Schild in jedem Wetter.— Ihre Arme durchſchlangen ſich.


