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der uns die ſchönſten Augen zu trüben wagte, ſie ſoll ihn nie wieder ſehen; Gefängniß zur Strafe, dann über die Grenze!—
Sie will ihn noch ſehen, fragen! entgegnete finſter der Oberſt.—
Was ſoll's? Er iſt todt! Warum den Schmerz ihr in Entfaltung und Zergliederung ſeiner Wunden und Schmerzen mehren?—
O Ihr verſteht Euch wohl auf Eures Königs Launen, doch ſchlecht auf ein empfindend Herz! ſprach Wildung, und ging. Der Graf lächelte ihm höhniſch nach und ſchritt dem Zimmer der Frau von Leuen zu.—
Von ihrem Betaltar erhob ſich zürnend Eugenie, warf noch einen bittenden Blick auf das Jeſusbild drü⸗ ber, zog ihren Schleier vor die genäßten Augen, und trat im haſtigen Schritt dem Verfolger entgegen.
Ein Unbeſonnener hat es gewagt— ſagte der Graf.
Er hat mich geſchieden von der Welt auf ewig!—
War er ja doch für Euch todt ſchon lange, ſchöne Frau! fiel Orni ein; war er doch lange ſchon nicht werth Eures Grams, Eurer Thränen, da er durch die Fremde ſchwärmte und aller Herrlichkeiten ſeiner Heimath vergaß.—
Graf! Kein ſolches Wort, oder wir ſehen uns zum letzten Male.—
Er iſt todt. Hier iſt Liebe, hier iſt Anbetung. Das einzige Hinderniß meiner Wünſche iſt vom Schickſale hinweggeräumt. Verweſung gegen Lebensfreude, Gram und Einſamkeit gegen Glut der Leidenſchaft und Welten⸗ pracht; wie kann da die Wahl ſchwer ſein? Ihr kennt mein Sehnen, meinen Wunſch, wenige Trauermonde, und Ihr müßt die Meine ſein.—


